Postpartale Krisen

Postpartale Krisen – was ist das?

 

10-15% der Frauen erleiden nach der Entbindung (postpartal) oder auch schon während der Schwangerschaft (präpartal) eine psychische Erkrankung. Die häufigsten Erkrankungen sind Depressionen und Angststörungen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Die hormonelle Umstellung, das Erleben des Geburtsvorgangs, das Zurechtfinden in der neuen Beziehung als Mutter, die Veränderung der partnerschaftlichen Beziehung und insbesondere auch psychische Vorerkrankungen können eine Rolle spielen. Mit einer postpartalen Erkrankung ist nicht der sogenannte Babyblues oder die Heultage kurz nach der Geburt gemeint, die nach ein paar Tagen vorübergehen. Eine postpartale Erkrankung dauert länger an, kann auch deutlich später (sechs bis 18 Monate nach der Geburt) eintreten und bereitet den betroffenen Frauen ernsthafte Probleme.

 

Typische Empfindungen können sein:

  • Traurigkeit und häufiges Weinen
  • Reizbarkeit und Nervosität
  • Unruhe und Schlaflosigkeit
  • Erschöpfung und Energielosigkeit
  • Ängste, Panik, zwanghafte, wiederkehrende Gedanken
  • Zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel,
  • Appetitlosigkeit

 

Die genannten Empfindungen beschreiben eine postpartale Erkrankung, die behandelt werden kann. Die Dauer der postpartalen Krisen verkürzt sich dadurch deutlich.

In unserer Beratungsstelle können Sie Ihre persönliche Situation einer Beraterin schildern und gemeinsam notwendige Unterstützungsmöglichkeiten herausfinden. Bei schwereren Erkrankungen ist eine medizinische und psychotherapeutische Behandlung sinnvoll und notwendig. Über geeignete Anlaufstellen informieren wir Sie gerne.

Gerne beraten wir auch Angehörige oder Freunde.